Zahnversiegelung

Eine Zahnversiegelung schützt Backenzähne vor Kariesbefall. Die Zahnversiegelung gehört zu den häufigsten Vorsorgemaßnahmen innerhalb der Zahnmedizin und schützt vor allem die besonders anfälligen großen Backenzähne vor Kariesbildung. Deren Fissuren, das sind die typischen Vertiefungen auf der Kaufläche der Backenzähne, sind nicht immer leicht zu reinigen und gehören meisten zu den Bereichen im Gebiss, die als erstes von Karies befallen werden. Eine Zahnversiegelung wird üblicherweise dann durchgeführt, wenn die großen Backenzähne eines Kindes vollständig durchgebrochen sind.

Die Zahnversiegelung kann schmerzfrei und in kurzer Zeit von einer extra für diese Behandlung ausgebildeten Zahnarzthelferin durchgeführt werden. Dabei werden die zu versiegelnden Zähne zunächst mit großer Sorgfalt gereinigt, damit keine Schmutzpartikel unter die Versiegelung geraten und dort dann auf besonders perfide Weise der Bildung von Karies Vorschub leisten. Im zweiten Schritt raut die Zahnarzthelferin die Zahnoberflächen mit einem Säure-Gel auf, um eine gute Haftung des Kunststoffes zu gewährleisten, mit dem die Fissuren überzogen werden. Der frisch aufgetragene Kunststofflack wird anschließend mit UV-Licht getrocknet. Sollten bei der Behandlung Unebenheiten auf der Zahnoberfläche entstanden sein, werden sie zum Abschluss abgeschleift.

In der Regel hält eine Zahnversiegelung etwa drei bis vier Jahre und kann die Gefahr, dass Karies die Zähne befällt, um etwa die Hälfte senken. Gerade Jugendlichen sollten dabei aber durch gründliche Aufklärung begreifen, dass die Versiegelung auf keinen Fall die regelmäßige Zahnpflege ersetzen kann. Wer sich da all zu sicher fühlt, sieht sich wenig später mit umso mehr Zahnproblemen konfrontiert.

Bei Jugendlichen bis zum Alter von 17 Jahren zahlen gesetzliche Krankenkassen die Versiegelung der großen Backenzähne, nicht aber diejenige der Milchzähne oder der kleinen Backenzähne. Bei Erwachsenen wird die Zahnversiegelung in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wohl aber in vielen Tarifen durch die private Krankenversicherung.